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Geschichte des Bundes für Gotterkenntnis (L.) e.V.

 

 

Die Anfänge

Die Geschichte des Bundes für Gotterkenntnis (L) e.V. reicht weit zurück. 1921 erschien das erste philosophische Werk Mathilde Ludendorffs (1877-1966): "Triumph des Unsterblichkeitwillens". Damals hieß Frau Ludendorff noch Mathilde von Kemnitz. In den Jahren bis 1927 folgte das Dreiwerk "Der Seele Ursprung und Wesen".

1926 heirateten der General des 1. Weltkrieges Erich Ludendorff (1865-1937) und Mathilde v. Kemnitz. Nachdem General Ludendorff Einblick in das Schaffen seiner Frau gewonnen hatte, erkannte er die weitreichende Bedeutung unantastbarer philosophischer Grunderkenntnisse für das Leben des Einzelnen, des eigenen Volkes und aller anderen Völker. So unterstützte er seine Frau bei der Verbreitung ihrer Erkenntnisse.

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TannenbergbundTannenbergbund-Plakat

1925 erfolgte die Gründung des "Tannenbergbundes", dessen Schirmherr Ludendorff wurde. Der Name erinnert an die Schlacht von Tannenberg zu Beginn des 1. Weltkrieges. Damals war es Ludendorff gelungen, die zahlenmäßig weit überlegenen russischen Truppen zu schlagen und so den deutschen Osten vor der russischen Besetzung zu bewahren. Der „Tannenbergbund" diente dem politischen Kampf gegen jedes Weltmachtstreben (Imperialismus) und jedes Zwangssystem, ob in kommunistischem, christlichem, nationalsozialistischem oder sonstigem Gewand. Durch Vorträge, Tagungen, Flugblätter, Kleinschriften und Bücher klärten die Mitstreiter das Volk auf. Der Schwerpunkt des „Tannenbergbundes" war also  als "außerparlamentarische Opposition" der politische Kampf.

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Deutschvolk

Im Laufe der Zeit erkannte Ludendorff jedoch immer mehr, daß die wichtigste Grundlage seines Kampfes für die Freiheit des Einzelnen und der Völker die Weltanschauung war. Die ersten philosophischen Werke seiner Frau überzeugten immer mehr Menschen. Gleichzeitig mußten sich die Anhänger der Gotterkenntnis gegen die zunehmenden Angriffe der christlichen Kirchen wehren (Verhetzungen, Begräbnisverweigerungen, Gerichtsverfahren, Buch- und Zeitungsverbote).

Daher wurde im Jahr 1930 der Verein "Deutschvolk" als Weltanschauungsgemeinschaft ohne politische Zielsetzung gegründet. Er sollte als Schutzverband seinen Mitgliedern Gleichberechtigung mit den religiös-weltanschaulichen Rechten der Kirchenmitglieder gewähren und die Erziehung der Kinder im Sinne der Gotterkenntnis sichern. Diese Weltanschauungsgemeinschaft bestand im Gegensatz zum „Tannenbergbund" nur aus Einzelmitgliedern ohne Gliederungen (Ortsgruppen, Landesverbände). Der Verein „Deutschvolk" ist der Vorläufer des heutigen Bundes für Gotterkenntnis.

Von 1930 bis 1936 erschien das zweite Dreiwerk der Philosophin: "Der Seele Wirken und Gestalten".

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Verfolgung im Dritten Reich

Erich und Mathilde Ludendorff werden seit 1945 als Wegbereiter des Nationalsozialismus, als Rassisten und Antisemiten verunglimpft. Diese Vorwürfe stellen die geschichtliche Wahrheit auf den Kopf. Verschwiegen wird, daß sich der General bereits 1925 von Hitler abwendete und von da ab einen immer schärferen Kampf gegen den Nationalsozialismus führte. In unzähligen Schriften, die zum Teil in großer Auflage ins Volk gingen, klärte er über das Treiben und die Ziele Hitlers auf. Ein Zitat Erich Ludendorffs vom 3.7.1932 aus "Ludendorffs Volkswarte" zeigt stellvertretend die Haltung der beiden Ludendorffs: Darin warnt er vor Hitler, "der nicht im Stande sein wird, die von ihm und dem Chef seines Stabes in die SA und die SS gelegte Blutrünstigkeit zu bannen. Nach zehn bis zwölf Jahren wird das deutsche Volk erkennen, daß die Revolution von 1932/33 ein Volksbetrug war, wie die Revolution von 1918/19, nur noch ein viel größerer."

Hitler antwortete nach der Machtergreifung im Jahre 1933 mit einem Verbot des „Tannenbergbundes", der Zeitung "Ludendorffs Volkswarte" und des Vereins „Deutschvolk". Anhänger der Gotterkenntnis waren von Verhaftungen, KZ-Einweisungen und Folterungen betroffen.

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Bund für Gotterkenntnis Ludendorff

1937 kam es auf Wunsch der Wehrmacht, die sich einen mäßigenden Einfluß von Ludendorff auf Hitlers Kriegsabsichten versprach, zu einer Aussprache zwischen Ludendorff und Hitler. Der General warnte Hitler wiederum davor, einen Krieg zu beginnen. Ludendorff erreichte zwar die Wiederzulassung des Vereins „Deutschvolk" unter dem Namen "Bund für Gotterkenntnis Ludendorff e.V.", doch die tiefe Kluft zwischen Hitler und Ludendorff wurde nicht überbrückt. Als Erich Ludendorff am 20.12.1937 starb, erzwang Hitler gegen dessen ausdrücklichen Willen ein Staatsbegräbnis. Die weltweite Achtung und Anerkennung General Ludendorffs wollte Hitler damit für seine Ziele propagandistisch nutzen. Ludendorffs Witwe konnte aber durchsetzen, daß der Sarg nicht mit der Hakenkreuzflagge, sondern mit der alten Reichskriegsflagge bedeckt wurde.

Nach den Wirren des 2. Weltkrieges und der Nachkriegszeit konnte der Bund für Gotterkenntnis 1951 seine Tätigkeit wieder aufnehmen. Es erschien das letzte Dreiwerk der Philosophin "Das Jenseitsgut der Menschenseele". Seit 1962 liegt das Gesamtwerk vor.

Am 12.5.1966 starb Mathilde Ludendorff im Alter von 89 Jahren.

Im Jahr 1961 wurde der Bund für Gotterkenntnis vom Bayerischen Staatsministerium des Inneren verboten. Nach einem 15 Jahre dauernden Rechtsstreit mußte das Verbot im Jahr 1976 wieder aufgehoben werden.

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Der Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V. heute

Der Bund für Gotterkenntnis veranstaltet Vorträge und Kulturtagungen, um interessierten Menschen die Gotterkenntnis zugänglich zu machen und sie in ihrer Bedeutung darzustellen. Dazu fördert er auch die Herausgabe und Übersetzung der philosophischen Werke M. Ludendorffs. Aus der Erkenntnis Mathilde Ludendorffs erwächst der Einsatz des Bundes für Gotterkenntnis für Kulturerhaltung und Kulturförderung.

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             Stand: 07.08.2015                                                                        webmaster@ludendorff.info